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Wahlprogrammzur Kommunalwahl 2026 in Landshut

  

1. Bürgernähe und Transparenz

Die Basis für eine zukunftsfähige Stadt ist die Akzeptanz politischer Entscheidungen und eine starke wirtschaftliche Grundlage. Information und Kommunikation sind dabei das zentrale Element eines gelingenden Miteinanders – auch im Zusammenwirken von Politik, Verwaltung und Stadtgesellschaft.

Bürgerbeteiligung als zentrales Element 

Ausbau der Partizipationskultur:
Das erfolgreiche Stadtentwicklungsforum STEP 2040 soll verstetigt und in konkrete Projekte überführt werden. Wir streben einen ständigen Austausch auf Augenhöhe an. 

Einrichtung eines digitalen Beteiligungsportals. 

Wir setzen auf eine zukunftsfähige Beteiligungskultur, die auf Transparenz, Dialog und einem verlässlichen Miteinander von Stadtgesellschaft, Politik und Verwaltung fußt. Die Idee:

Bürgerinnen und Bürger können zu Beschlüssen der Stadt eine Öffentlichkeitsbeteiligung anregen und dies soll, soweit formal möglich und ausreichend Spielraum und Zeit besteht, auch geschehen.

Alle Beschlussvorlagen der Verwaltung werden um eine begründete Empfehlung zur Beteiligung und gegebenenfalls auch zur Gestaltung der Beteiligung ergänzt.

Das jeweils zuständige Gremium der Stadt entscheidet über das „ob“ und gegebenenfalls auch über das „wie“ einer Öffentlichkeitsbeteiligung. 

Ebenso begrüßen wir den Ausbau moderner Beteiligungsformen wie Online-Umfragen. 

Wir stehen weiterhin zur Einführung von Video- bzw. Audiomittschnitten von öffentlichen Stadtratssitzungen.

Die Zusammenarbeit mit allen Beiräten (Jugend, Senioren, Behinderte, Integration) soll ausgebaut und vertieft werden.

  

2. Digitalisierung und KI in der Verwaltung

Agenda „Landshut Digital 2.0“: 

Wir setzen uns für die Ausweitung digitaler Verwaltungsangebote ein, um Behördengänge zu reduzierenund Wartezeiten zu verkürzen. Das Ziel: 100 % digital. 

Uns geht es dabei aber nicht darum, Digitalisierung als Jobkiller zu verstehen. Ganz im Gegenteil. Digitalisierung und KI können die Lebensqualität und Zukunftsfähigkeit verbessern und den Mitarbeitern mehr Zeit für das Wesentliche geben. Einfache Routinetätigkeiten können digitalisiert werden, komplexere Aufgaben und Vorgänge, bei denen individuelle Entscheidungen zu treffen sind, bleiben weiterhin in menschlicher Hand. 

Und: Jeder Euro, den wir in digitale Transformation investieren, spart langfristig ein Vielfaches davon ein. Digitale Transformation ist nicht nur Mittel zur Steigerung der Effizienz, um Kosten zu sparen, sondern ebenso Notwendigkeit um in Zeiten des sich abzeichnenden Fachkräftemangels (Stichwort Babyboomer) handlungsfähig zu bleiben. 

Nicht vergessen wollen wir dabei aber die Bürgerinnen und Bürger, die in der Digitalisierung nicht so zuhause sind, oder damit nur schwer zurechtkommen. Hier wollen wir Beratungs- und Unterstützungsmöglichkeitenschaffen, damit auch diese Menschen nicht ausgeschlossen werden. 


  

3. Zukunftsorientierte Wirtschaftspolitik

Eine florierende Wirtschaft ist das Herzstück jeder starken Kommune. Wir brauchen eine noch stärkere, zielgerichtete Wirtschaftsförderung, die nicht nur die Ansiedelung neuer Unternehmen im Blick hat, sondern auch unseren bereits ortsansässigen, bestehenden Unternehmen unterstützt und begleitet. Wir wollen eine neue Willkommenskultur für Unternehmen und Investorenschaffen, die wieder Lust darauf macht, in Landshut zu investieren. Dafür ist es für uns ein wichtiger Baustein, zusammenhängende Gewerbeflächen freizuhalten, um auch größeren Unternehmen eine Ansiedlung in Landshut zu ermöglichen.

Mit einem Hebesatz von 420% befinden wir uns an der Spitze im Vergleich zu unseren Umlandgemeinden wie Ergolding, Altdorf, Kumhausen, aber auch Bruckberg oder Essenbach. Eine Erhöhung der Gewerbesteuer lehnen wir deshalb entschieden ab, um diesen Wettbewerbsnachteil im Vergleich zu den Umlandgemeinden nicht noch zu vergrößern. 

Neben Industrie und Handwerk dürfen wir auch den Einzelhandel in derInnenstadtnicht aus dem Blick verlieren. Eine lebendige, attraktive Innenstadt mit einer gesunden Mischung aus Handel, Dienstleistung, Wohnen und Gastronomie trägt maßgeblich zur Aufenthaltsqualität und damit zum Freizeitwert bei. 

Wirtschaftskraft ist Kaufkraft und Kaufkraft ist Wirtschaftskraft. Wenn wir unsere Wirtschaftskraft mit Kaufkraft erhöhen wollen, müssen wir sie nach Landshut locken. Wir wollen mit innovativen Konzepten, z.B. mehr verkaufsoffenen Tagen und attraktiven Shoppingerlebnissen oder auch Late-Night-Shopping die Frequenz in der Innenstadt hoch halten und ein bestmögliches Umfeld für den Einzelhandel und die Gastronomie schaffen. Der Branchenmix muss stimmen und ein Erlebnis für die gesamte Familie muss möglich sein. Leerstände in der Innenstadt sind keine Option. Aktuell leidet unsere Innenstadt zum Glück noch nicht unter einer Verödung, wie man sie in vielen anderen Städten schon sehen kann. Aber auch bei uns steigt der Anteil an leerstehenden Einzelhandelsflächen kontinuierlich. Dieser Trend muss unbedingt gestoppt werden. 

  

Stadtmarketing und Tourismus

Tourismus ist für viele Branchen unverzichtbar – von Hotels und Gastronomie über Kultureinrichtungen bis hin zum Handel. Wir setzen uns dafür ein, diesen Bereich weiter zu fördern und auszubauen.

Landshut besitzt eine vielfältige Kulturlandschaft und ungenutztes touristisches Potential. Die vorhandenen kulturellen Angebote und Sehenswürdigkeiten müssen jedoch noch besser vernetzt, sichtbarer gemacht und extern noch besser vermarktet werden. 

Der Tourismus ist ein zentraler Wirtschaftsmotor für Landshut und sichert zahlreiche Arbeitsplätze in den Bereichen Hotellerie, Gastronomie, Handel und bei unseren Kultureinrichtungen. Landshut verfügt mit seiner historischen Kulisse und der Isarlandschaft über ein enormes touristisches Potenzial. Um dieses Potenzial voll auszuschöpfen, müssen wir unsere vielfältigen Sehenswürdigkeiten und kulturellen Angebote durch digitale Leitsysteme und Kulturwegweiser enger miteinander vernetzen und für Besucher sichtbarer machen.

Kommunale Finanzen

Wir bekennen uns unmissverständlich zu einer Politik der Generationengerechtigkeit, deren Grundpfeiler eine solide und nachhaltige Haushaltspolitik ist. Unser Ziel ist es, die städtische Verschuldung konsequent auf ein Minimum zu reduzieren, um künftigen Generationen die notwendigen fiskalischen Handlungsspielräume für eigene Gestaltungsmöglichkeiten zu sichern. Das bedeutet für uns, dass Investitionen in die Zukunft nicht auf Kosten unserer Kinder und Enkelkinder finanziert werden dürfen; daher fordern wir eine strikte Priorisierung von Pflichtaufgaben vor freiwilligen Leistungen.


  

4. Infrastruktur, Mobilität und Stadtgestaltung 

Landshut wächst. Dieses Wachstum erfordert nicht nur einen kontinuierlichen Ausbau der Infrastruktur, sondern auch deren konsequente Sanierung und Pflege. Durch jahrelange Vernachlässigung bzw. Reduzierung auf das absolute Minimum bei Instandhaltung und Wartung, insbesondere im Bereich von Straßen und öffentlichen Gebäuden, besteht hier enormer Nachholbedarf. Diesen Missstand wollen wir dringend angehen. Wir setzen uns dabei für eine ideologiefreie Ausweitung aller Mobilitätsformen ein.  

Mobilität und Infrastruktur

Auto: 

Das Auto ist und bleibt für viele Menschen ein unverzichtbarer Baustein ihrer individuellen Mobilität. Sei es der Weg zu Arbeit für Pendler, sei es der Großeinkauf für die ganze Familie oder der Ausflug ins Grüne. Für viele Handwerksbetriebe und Gewerbetreibende ist ein Kraftfahrzeug zudem die Grundlage ihres Einkommens. Wir sind deshalb der Überzeugung, dass Landshut eine autofreundliche Stadt bleiben soll. Darum braucht Landshut eine gute und zukunftssichere Verkehrsinfrastruktur. Sie muss ideologiefrei pragmatisch zum Nutzen von Menschen und Wirtschaft erhalten und ausgebaut werden. Eine gut ausgebaute und instand gehaltene Verkehrsinfrastruktur ist ein wichtiger Standortfaktor für die Ansiedelung oder die Erweiterung von bestehenden Unternehmen. Wir Freien Demokraten fordern deshalb einen konkreten Sanierungsplan für unsere, in die Jahre gekommenen und teilweise maroden Straßen und Brücken, der auch so umgesetzt wird.

Wir Freien Demokraten Landshut stehen hinter dem Bürgerentscheid Pro Westtangente. Eine Realisierung dieser Umgehung halten wir für genauso erforderlich, wie den Weiterbau der B15neu als Ostumfahrung, um die Lärm- und Abgasbelastung der Bürger zu senken und den Verkehr durch Innenstadt zu reduzieren.

   

Mittelfristig setzen wir uns für eine Parkraumbewirtschaftung in der gesamten Landshuter Innenstadt ein, um Parken im öffentlichen Raum besser kanalisieren zu können und gleichzeitig genug Anwohnerparkraum zu schaffen.

Zur Senkung von Emissionen und zur Verbesserung des Verkehrsflusses setzen wir auf eine intelligente, digitale Verkehrssteuerung sowie smarte Ampelschaltungen.

Radverkehr:

Viele Menschen nutzen das Fahrrad, um zur Arbeit zu kommen oder privat unterwegs zu sein. Wir wenden uns gegen eine ideologisch verblendete Konkurrenz von Auto und Fahrrad, bei der es nur das eine oder das andere geben soll. Jeder, der das Fahrrad nutzt, soll dafür eine sichere und gute Infrastruktur vorfinden. Vor diesem Hintergrund fordern wir sichere und gut ausgebaute Radwege. Um den Fahrradverkehr strukturell attraktiver zu gestalten, schlagen wir zudem ein Programm für Fahrrad-Reparaturstationen vor. Dort können zum Beispiel Reifen aufgepumpt und Fahrräder mit Werkzeug repariert werden. Die Stationen stehen alle im öffentlichen Raum und werden regelmäßig gewartet. Dabei setzen wir uns dafür ein, dass die Stationen durch private Unternehmen betrieben werden. Sie sollen an Orten platziert sein, an denen es starke Radverkehrsaufkommen gibt. 

ÖPNV:

Wir freie Demokraten wollen einen attraktiven öffentlichen Personennahverkehr. Wir sind für bessere Verbindungen sowie geringere Kosten. Wir unterstützen deshalb die Umsetzung des beschlossenen Nahverkehrsplans, sobald ausreichend Haushaltsmittel zur Verfügung stehen. 

Um den Pendlern am Bahnhof genügend Parkplätze bieten zu können und gleichzeitig den Parkdruck in den angrenzenden Wohngebieten zu reduzieren, wollen wir das seit langem angedachte Parkdeck für PKW, inkl. sicherer Abstellanlagen für Fahrräder an der Oberndorfer Straße realisieren. Die erforderlichen Mittel dafür wollen wir mittelfristig über private Investoren organisieren. 

  

E-Mobilität und Energie

Im Bereich E-Mobilität und Energie setzen wir auf technologischen Fortschritt und Wahlfreiheit, um Landshut zukunftsfest zu machen. Wir fordern einen konsequenten Ausbau der Ladeinfrastruktur für die Elektromobilität, wobei wir dem Prinzip „privat vor Staat“ den Vorzug geben und gleichzeitig eine Vorbildfunktion des städtischen Fuhrparks einfordern. 

Mit Blick auf die bis 2028 abzuschließende kommunale Wärmeplanung bekennen wir uns klar zur Technologieoffenheit und lehnen einen Anschluss- und Benutzungszwang für Eigentümer strikt ab. Bevor hochinvestive neue Netze errichtet werden, muss zudem die Konversion bestehender Gasnetze für eine Wasserstoffnutzung ergebnisoffen geprüft werden, um wirtschaftlich vertretbare Lösungen für alle Bürgerinnen und Bürger zu garantieren.

Stadtgestaltung

Die Steigerung der Aufenthaltsqualität in unserer Stadt steht für uns in direktem Zusammenhang mit einem verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Freiräumen. Ein zentrales Anliegen ist dabei der konsequente Erhalt und die intensive Pflege der innerstädtischen Natur- und Erholungsgebiete, wie der Isarauen und unserer Parkanlagen. 

Wir wollen die Isar als Lebensader Landshutsnoch stärker erlebbar machen und setzen uns daher für eine verbesserte Zugänglichkeit des Flusses ein, beispielsweise durch die Schaffung eines Isarstrandes oder eines öffentlichen Grillplatzes in Zentrumsnähe.

Darüber hinaus fordern wir die gezielte Entwicklung öffentlicher Freiräume in den einzelnen Stadtteilen, die als Begegnungsorte eine barrierefreie und gemeinsame Nutzung für alle Generationen ermöglichen. Barrierefreiheit verstehen wir hierbei als konsequente Pflichterfüllung, um allen Bürgern eine gleichberechtigte Teilhabe am öffentlichen Leben zu garantieren. 

  

Um dem Klimaschutz und der Aufenthaltsqualität gleichermaßen Rechnung zu tragen, wollen wir vermehrt Grün- und Wasserelemente in die Innenstadt integrieren. In diesem Zuge setzen wir uns für die Ausweisung attraktiver, konsumfreier Zonen ein, die den Bürgerinnen und Bürgern Raum zur freien Entfaltung ohne Kaufzwang bieten.

Wir setzen uns für die konsequente Schaffung und hochwertige Instandhaltung von Spiel- und Aufenthaltsplätzen ein, um Landshut als familienfreundliche Kommune weiter zu stärken.

5. Bauen und Wohnen 

Die Menschen in Landshut sind unterschiedlich. Eine lebenswerte, lebendige Stadt braucht deshalb auch ein vielfältiges Angebot an Wohnkonzepten, um den unterschiedlichen Bedürfnissen und Wünschen der Bürgerinnen und Bürger gerecht zu werden. 

Nachhaltig, energieeffizient und lebenswert: 

Dazu gehören altersgerechtes und barrierefreie Wohnen, aber auch Co-Living-Konzepte. Im Zuge des demografischen Wandels gibt es immer mehr ältere Menschen, die so lange wie möglich, selbstbestimmt, in ihrer eigenen Wohnung leben wollen. Daher ist es wichtig, dass es ein ausreichendes Angebot an seniorengerechtem und barrierefreiem Wohnraum gibt, um dem Bedarf der älteren Bevölkerung gerecht zu werden. Dazu gehören für uns auch innovative Wohnprojekte wie z. B. Mehrgenerationenwohnen und Senioren-Wohngemeinschaften. So wird der familiäre und gesellschaftliche Zusammenhalt und damit auch das Wohlbefinden vieler Menschen gestärkt. 

Dazu brauchen wir neben der Möglichkeit, in bestehenden Wohngebieten moderat nachzuverdichten, auch neue Baugebiete, um schnell mehr und günstigen Wohnraum zu schaffen. Diese neuen Baugebiete sollen nicht nur Wohnraum schaffen, sondern auch Antworten auf die Herausforderungen des Klimawandels geben. Darunter verstehen wir unter anderem die Entsiegelung von Flächen nach dem Schwammstadtprinzip zur natürlichen Regenwasserversickerung, und Regenwasserrückhaltung sowie, wo möglich, die Begrünung von Dächern, Frischluftschneisen und wohnortnahe Grünflächen zur Naherholung für die Bewohner. 


  

Entscheidend in diesen neuen Baugebieten ist für uns auch ein angemessener Anteil an gefördertem Wohnraum, um eine gute soziale Durchmischung zu ermöglichen. 

Ein weiterer Trend unter neuen Wohnformen sind sogenannte Tiny Houses. Hier wird durch innovative und durchdachte Gestaltungen viel Wohnwert auf kleiner Fläche realisiert. Das senkt sowohl den Flächenverbrauch als auch die Baukosten. Zudem verschafft es mehr Menschen, die sich das wünschen, trotz gestiegener Baukosten in einem eigenen Haus zu wohnen. Wir schlagen als Pilotprojekt hier die Schaffung und Ausweisung einer Fläche zur Umsetzung dieser innovativen Wohnform vor. Damit soll die Machbarkeit und auch die Akzeptanz solcher Konzepte in Landshut geprüft werden. 


6. Bildung, Kultur, Sport 

Bildung und Kinderbetreuung 

Bildung ist mehr als Betreuung – sie ist die größte Investition in eine freie, starke und selbstbestimmte Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass Bildung der Schlüssel zu sozialem Aufstieg ist. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Landshut zur Stadt der besten Bildungschancenzu machen. Nur dann, wenn wir ausreichend Chancen bieten, können wir das Versprechen einlösen, dass jeder Mensch aus eigener Kraft vorankommen kann. 

Kinderbetreuungseinrichtungen müssen flächendeckend in der Stadt verfügbar sein. Zudem fordern wir sichere und möglichst barrierefreie Wege zu Kitas und Grundschule, damit auch die kleinsten Verkehrsteilnehmer sicher ans Ziel kommen.

Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung in der Grundschule muss durch qualifizierte Angebote und finanzierbare Strukturen unterlegt werden. Wir fordern hierfür eine zielführende Unterstützung durch den Freistaat, damit die Kommunen nicht auf den Kosten sitzen bleiben (Konnexitätsprinzip).

Wir müssen KiTas und Schulen in zeitgemäßen baulichen Zustand bringen. Wir sehen hier eine klare Priorität für die Grundschule Peter und Paul.

  

Die Agenda „Landshut digital“ muss auch in den Klassenzimmern ankommen. Wir setzen uns für eine technische Ausstattung ein, die moderne Lernmethoden ermöglicht und die Medienkompetenz unserer Kinder stärkt. Dazu gehören WLAN-Infrastruktur, interaktive Tafeln etc. an allen Schulen.

Schulen als Zentren des Stadtteils: 

Wir wollen Schulen zu „Orten lebenslangen Lernens“ weiterentwickeln. Dies bedeutet konkret, Schulhöfe und Sportanlagen auch außerhalb der Unterrichtszeiten für private Initiativen und Vereine zu öffnen, um die Auslastung der Infrastruktur zu optimieren und den sozialen Zusammenhalt im Quartier zu stärken.

Landshut als Hochschulstadt voranbringen:

Wir wollen die Hochschule Landshut noch stärker als Innovationsmotor und festen Bestandteil der Stadtidentität verankern, indem wir die Sichtbarkeit der Hochschule im Stadtbild durch gezielte Informationsangebote und eine bessere Anbindung an die Innenstadt erhöhen. Zudem fördern wir den intensiven Dialog zwischen Hochschule, Stadtverwaltung und lokaler Wirtschaft, um Synergien bei der Umsetzung von Patenten und der Förderung von Start-ups in unserem Gründerzentrum optimal zu nutzen.

Kultur und Sport 

Im Bereich der Kultur setzen wir uns für die zügige Rückkehr des Stadttheaters in den Bernlochner-Komplex sowie für die Realisierung der weiteren Bauabschnitte des Stadtmuseums ein, um Landshuts historisches Erbe und seine lebendige Kulturszene dauerhaft zu sichern.

Die sportliche Infrastruktur stärken wir durch die notwendige Sanierung des städtischen Hallenbads sowie ein klares Bekenntnis zum Ausbau und Erhalt unserer Stadtteilsportanlagen. Dabei verstehen wir uns als starker Partner der Sportvereine, deren unverzichtbare Arbeit in der Kinder- und Jugendförderung sowie bei der Integration und Inklusion wir gezielt unterstützen. 

  

Flankierend dazu werden wir (Jugend-)Initiativen in den Bereichen Kultur und Sport aktiv begleiten, um jungen Menschen attraktive Freiräume zur Selbstentfaltung und Mitgestaltung in unserer Stadt zu bieten.


7. Soziales und Ehrenamt 

Was viele von uns für selbstverständlich halten, ist in Wahrheit das Fundament unserer Gesellschaft: das Ehrenamt. Es ist kein bloßer Zeitvertreib, sondern Ausdruck von Verantwortung, Zugehörigkeit und Gestaltungskraft.
 

Ob in der Feuerwehr, im Sportverein, in der Jugendarbeit, im Tierschutz oder in der Kultur – ohne die vielen freiwillig Engagierten wäre Landshut nicht nur ärmer, sondern schlicht handlungsunfähig. Deshalb ist es so wichtig, insbesondere jungen Menschen früh zu vermitteln, dass Ehrenamt kein Auslaufmodell ist, sondern Voraussetzung für funktionierendes Zusammenleben. Es stiftet Sinn – für die Gemeinschaft ebenso wie für den Einzelnen, der Verantwortung übernimmt und Teil von etwas Größerem wird.
 

Ehrenamt heißt auch: Verbindlichkeit. Weil man sich aufeinander verlässt. Weil Gemeinschaft nur funktioniert, wenn man sich einbringt und bleibt. Diese Verbindlichkeit darf nicht als Bürde gesehen werden – sie ist ein Geschenk: an andere und an sich selbst.
 

Doch Engagement stellt Bedingungen, die den Einsatz des Einzelnen möglich und wirksam machen. Und eine Politik, die Initiativen nicht mit Vorschriften überzieht, sondern Vertrauen schenkt und unterstützt. Ehrenamtliche brauchen vor allem keine Sonntagsreden – und weitaus mehr als einen Händedruck, ein Schulterklopfen und eine Urkunde. Sie brauchen echte Anerkennung: durch verlässliche Freiräume, moderne Strukturen, unkomplizierte Hilfe und das ehrliche Signal, dass ihr Einsatz etwas zählt.

Um das ehrenamtliche Engagement als tragende Säule unserer Gesellschaft zu sichern, fordern wir einen konsequenten Bürokratieabbausowie die Senkung von Hürden für Vereinsveranstaltungen. Wir wollen ehrenamtliche Strukturen durch gezielte Förderung und Fortbildungen stärken sowie gemeinnütziges Engagement durch durchgängig digitale Antragswege spürbar vereinfachen. Zudem brauchen wir Räume für Vereine, um ein aktives Vereinsleben auch für kleine Vereine zu ermöglichen.

  

Sicherheit durch starke Partner: 

Besondere Wertschätzung gilt der Freiwilligen Feuerwehr, dem THW und dem Katastrophenschutz, deren Einsatzbereitschaft wir durch eine moderne Ausstattung nach neuesten Standards und eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Ehrenamt unterstützen. 

Gesundheit, Pflege und soziale Teilhabe

Eine wohnortnahe medizinische Versorgung sowie eine leistungsfähige pflegerische Infrastruktur sind für uns unverzichtbare Grundpfeiler einer sozialen Stadtgesellschaft. Um die Pflege direkt vor Ort zu stärken, fordern wir den konsequenten und bedarfsgerechten Ausbau von Tages-, Kurzzeit- und Nachtpflegeplätzen in den einzelnen Stadtteilen. Gleichzeitig wollen wir Einsamkeit im Alter aktiv bekämpfen, indem wir den Ausbau von Besuchsdiensten, Seniorentreffs und lokalen Notfalltelefonen gezielt fördern, um soziale Isolation wirksam zu verhindern und allen Bürgern eine Teilhabe am gemeinschaftlichen Leben zu ermöglichen.

Mit der zum 1. Januar 2026 erfolgten Fusion unseres Klinikums mit den Landkreiskliniken haben wir einen Meilenstein für die Region gesetzt. Wir stehen konsequent dazu, die Gesundheitsversorgung auch in Zukunft in kommunaler Hand zu behalten, um eine hochwertige medizinische Betreuung abseits von privaten Interessen zu garantieren. Nun gilt es, diese neue Struktur Hand in Hand mit dem Landkreis mit Leben zu füllen, Synergien voll auszuschöpfen und das gemeinsame Kommunalunternehmen als modernen Gesundheitsversorger in die Zukunft zu führen – für eine erstklassige, wohnortnahe Versorgung aller Bürgerinnen und Bürger. 


Wir setzen auf Vernunft statt Ideologie und auf Vertrauen statt Bürokratie. Lassen Sie uns gemeinsam ein Landshut schaffen, in dem Tradition und Moderne, wirtschaftliche Stärke und soziale Geborgenheit Hand in Hand gehen. Gemeinsam bewegen wir mehr für eine Stadt, die auf Freiheit baut und Verantwortung für kommende Generationen übernimmt.


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